Förderprojekt „BeWaRe“: Integriertes betriebliches Wasser- und Ressourcenmanagement

Projekttreffen BeWaRe (2026-06-19) bei frischli Milchwerke Weißenfels GmbH
Dabei setzt das Projekt an mehreren voneinander unabhängigen Stellen innerhalb des Produktionszyklus bei unseren Anwendungspartnern Milchland und Frischlie an:
- Gülleentwässerung: Die in der Milchviehhaltung anfallende Gülle soll durch ein geeignetes Verfahren entwässert werden. Ziel ist es, einen hochwertigeren, leichter auszubringenden und effektiveren Dünger zu erzeugen. Gleichzeitig wird durch die Reduzierung des Wasseranteils das Traspotvolumen verringert und damit die Transportkosten gesenkt.
- Milchhausabwässer: Eine Aufreinigung der im Milchhaus anfallenden, stark belasteten Abwässer soll vor Ort erfolgen, um die anfallenden Entsorgungskosten nachhaltig zu reduzieren.
- Molkeaufkonzentration: Die als Nebenprodukt der Milchproduktion anfallende Molke soll aufkonzentriert werden. Ziel ist es, die Molke anschließend als höherwertigen Ausgangsstoff beispielsweise für die Herstellung von Tiernahrung einzusetzen. Durch die Reduzierung des Wasseranteils kann auch hier das Traspotvolumen verringert und damit die Transportkosten gesenkt werden.
- CIP-Abwässer: In der Milchindustrie werden täglich mehrere hunderttausend Kubikmeter Wasser für die notwendigen CIP-Hygienemaßnahmen (Cleaning-in-Place) benötigt. Die dabei anfallenden, teilweise noch heißen Reinigungslösungen müssen nach einmaliger Nutzung kostenpflichtig entsorgt werden. Dadurch gehen Wasser, Energie und Reinigungschemikalien verloren und belasten die Umwelt.
Das sind die Ansatzpunkte für das BeWaRe-Projekt und der im Rahmen dieses Projekts eingesetzten und weiterentwickelten membranbasierten Verfahren. Zentraler Baustein werden dabei unter anderem von Rauschert unter der Marke inopor® produzierte und optimierte keramische Nanofiltrationsmembranen zum Zwecke des Recyclings der Reinigungslösungen sein. Nach der labortechnischen Untersuchung der zu betrachtenden Medien werden an Praxisstandorten Pilotanlagen aufgestellt. Die an diesen Pilotanlagen gewonnenen Informationen über Prozessparameter und Leistungsfähigkeit des Systems ermöglichen es, eine zukünftige industrielle Umsetzung im großtechnischen Maßstab zu bewerten. Weiterreichend sollen die erhaltenen Daten eine Überführung der Technologie auch in andere Branchen ermöglichen.
Projektpartner:
E.S.C.H. Engineering Service Center und Handel GmbH,
Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme (IKTS),
Friedrich-Schiller-Universität (FSU) Jena,
frischli Milchwerk Weißenfels GmbH,
LCP Laser-Cut-Processing GmbH,
Milch-Land GmbH Veilsdorf,
Rauschert Kloster Veilsdorf GmbH
Ernst-Abbe-Hochschule Jena
Laufzeit: 01-05-2026 – 30-04-2029
FKZ: 03ZU2214F

