Elektrische Isolation unter Nassbedingungen: Beschichtung für Lageraußenringe

Die Ausgangslage
Gesucht war eine elektrisch isolierende Beschichtung für einen Lageraußenring, die auch bei hoher Luftfeuchtigkeit und direktem Flüssigkeitskontakt sicher funktioniert. Erste Tests zeigten: Die poröse Struktur der keramischen Schicht ließ Feuchtigkeit eindringen und beeinträchtigte die Isolationswirkung, besonders nach der mechanischen Endbearbeitung, die zuvor verdeckte Poren freilegen kann.
Unsere Lösung
Wir haben die Prozessfolge gezielt angepasst: Eine vakuumunterstützte Versiegelung dringt tief in die Porenstruktur ein, noch vor der finalen Bearbeitung. Nach der Bearbeitung erfolgt eine zweite Versiegelung, um neu freigelegte Poren ebenfalls zu schließen. Auch unsere Prüfmethode haben wir weiterentwickelt, um nicht nur die zylindrische Fläche, sondern auch die kritischen Randbereiche des Bauteils zuverlässig zu testen.
Das Ergebnis
Unter den festgelegten Nassprüfbedingungen trat kein weiterer Oberflächenüberschlag mehr auf. Eine validierte, zuverlässige Lösung, dort wo Standardansätze an ihre Grenzen stoßen.
Unser Ansatz dahinter
Die Leistungsfähigkeit einer Beschichtung hängt nicht allein vom Werkstoff ab. Werkstoff, Beschichtungsverfahren, Prozessparameter, Vor- und Nachbearbeitung sowie Prüfverfahren müssen als Ganzes auf die Anwendung abgestimmt werden. Genau das ist unser Anspruch bei jeder individuellen Beschichtungslösung.
Mehr technische Details zu unseren thermischen Spritzverfahren und diesem Entwicklungsbeispiel finden Interessierte in unserem Fachartikel in der Ceramic Applications, Ausgabe 14 (2026/3).
Welche Beschichtung für Ihre Anwendung geeignet ist, hängt von den Anforderungen im Einsatz ab. Wir besprechen diese gerne mit Ihnen. Fragen Sie eine Beschichtungsberatung an!